Bei campusrookies.de findest Du Dein Praktikum sowie Nebenjobs, Trainee- und Volontariats- und Absolventenstellen! Aber wir möchten Dir nicht nur beim Suchen, sondern auch beim Bewerben helfen und haben daher hier einige Tipps rund um das Thema Bewerbung für Dich.

Worauf es ankommt

Wer schon einmal verschiedene Bewerbungsratgeber in der Hand hatte, kann ein Lied davon singen: Jeder Autor hat seine eigene Vorstellung von Bewerbungen, jeder hat den ultimativen Tipp zur Hand, wie die Bewerbung auch garantiert ankommt.

Doch was ist es nun, das ultimative Geheimnis der perfekten Bewerbung?

Dein Können und Deine Leistungen müssen überzeugen!

Es zählt nicht, wie gut Du die Werbetrommel rührst, sondern was Du kannst und was Du gemacht hast. Das klar auf den Punkt zu bringen, ist das ganze Geheimnis des Bewerbens.

Dabei soll das Anschreiben keine Aneinanderreihung von Faktenaussagen sein, sondern ein Text mit einer logischen Argumentationsstruktur, mit einem roten Faden, der eine Bilanz Deiner Leistungen und Deines Könnens zieht. Faktisch und geradlinig soll er sein und dabei auf leere Floskeln verzichten.

Ähnlich der Lebenslauf: Hier betonst Du gezielt, was für die Stelle wichtig ist, nennst Tätigkeiten und Aufgaben, kürzt dort, wo irrelevantes sich zu breit macht.

So zeigst Du schon beim ersten Kontakt, dass Du effizient und strukturiert arbeiten kannst. Wer darüber hinaus mit einem dezenten individuellen Design glänzen möchte, macht sicher nichts falsch. Vorrang hat jedoch eine sauber formatierte und inhaltlich strukturierte, faktenorientierte Bewerbung.

Vor der Bewerbung

Wer mit seiner Bewerbung punkten will, muss klar auf den Punkt bringen, was er kann und bereits geleistet hat.

Dabei geht es nur bedingt darum, einschlägige Erfahrungen bei bekannten Unternehmen nachzuweisen. Vielmehr ist Deine Leistungsbilanz der richtige Mix aus praktischen Erfahrungen (wo ist dabei weniger relevant als was) und im Studium erlernten Fähigkeiten.

Wer bin ich und wo will ich hin?

Welche Fähigkeiten zeichnen mich aus? Gerade das, was Geisteswissenschaftler in ihrem Studium lernen, ist selten oder nur zum Teil direkt im Berufsalltag anwendbar.

Du eignest Dir in Deinem Studium jedoch konzeptionelle Fähigkeiten an, die über reines Faktenwissen weit hinausgehen. Bei jedem stehen hier andere Dinge im Vordergrund.

Auch im Vorstellungsgespräch kann es hilfreich sein, sich vorher Gedanken über Stärken und Schwächen gemacht zu haben!

Herauszufinden, was konkret Dich auszeichnet, ist der erste Schritt zu einer guten Bewerbung! Dir über Deine Stärken und Schwächen, Deine Wünsche und Ziele bewusst zu sein, ist das Fundament, auf dem Deine Bewerbung aufbaut, und hilft Dir, leere Floskeln im Anschreiben und peinliches Schweigen im Vorstellungsgespräch zu vermeiden.

Um Dir zu zeigen, wie man an eine Selbstanalyse herangeht, haben wir für Dich eine detaillierte Anleitung erstellt. Weitere Infos gibt es außerdem im Podcast mit Kommunikationsberater Sebastian Helpenstein:

Podcast: Wie finde ich einen Job, der zu mir passt?

Über die richtige Vorbereitung für Berufswahl und Bewerbung haben wir mit Kommunikationsberater Sebastian Helpenstein gesprochen. Er gibt unter anderem Tipps, wie man seine Stärken und Schwächen erkennen und aus ihnen lernen kann.

Foto: sïanaïs | photocase.com

Stellensuche

Auf der Suche nach dem Traumjob, den Du schon immer machen wolltest? Wir haben ein paar Möglichkeiten, wie Du ihn auch findest...

Zeitungen

Der klassische Weg. Stellenausschreibungen in großen Tageszeitungen und Fachzeitschriften sind teuer, daher gibt es hier nur brandaktuelle Stellen. Stellenausschreibungen in regionalen Tageszeitungen sind dagegen für Akademiker eher selten relevant.

Vitamin B

Pflege Kontakte! Oft hast Du über persönliche Beziehungen die besten Einstiegschancen.

Tipp: Bewirb Dich auch dann, wenn Du nicht alle in der Ausschreibung genannten Eigenschaften besitzt!

Social Media

Ähnliches gilt auch für Online-Kontakte: Online-Netzwerke wie Xing oder Facebook können bei der Stellensuche hilfreich sein, aber auch einen Stolperstein darstellen.

Unternehmenswebsite

Viele Unternehmen schreiben direkt über die eigene Website aus. Wenn Dich ein Unternehmen interessiert, schau regelmäßig vorbei. Auch kleine, junge Unternehmen, denen Ausschreibungen in Jobbörsen zu teuer sind, gehen über diesen Weg. Und wenn es einen Newsletter gibt – einfach mal abonnieren!

Job-Messen

Hier kannst Du Dich informieren und Kontakt zu Ansprechpartnern aufnehmen. Deine Kurzbewerbung (Anschreiben & Lebenslauf) und/oder Visitenkarten solltest Du dabei haben.

Podcast: Job oder Master?

Der Frage, ob nach dem Bachelor der Berufseinstieg oder doch lieber das Masterstudium stehen sollte, sind Tina Stefanova, Christian Sondergeld und Kaj Fischer nachgegangen. Christiane Konegen-Grenier, Mitarbeiterin am Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln, gibt im Gespräch Einblicke in die aktuelle Forschungsarbeit des Instituts zu dem Thema.

Podcast: Wie finde ich einen Master, der zu mir passt?

Im Podcast von Till Grohsschmiedt und Eike Schröder berichten zwei ehemalige Studierende der Uni Düsseldorf über ihre ersten Erfahrungen mit ihren Master-Studiengängen und geben Tipps, wie man das richtige Studienprogramm finden kann.

Podcast: Master-Studiengänge

Motivationsschreiben und Auswahlgespräche sind bei vielen Bewerbungen für Master-Studiengänge Standard. Zu diesem Thema interviewen Stefan Depenbrock, Holger Bachtenkirch, Sarah Reinecke und Lars Kochems den Kommunikations- und Medienwissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Weiß, Leiter der Auswahlkommission für den Master "Politische Kommunikation".

Foto: JoeEsco | photocase.com

Dein Anschreiben

In Deinem Anschreiben zeigst Du, was Du kannst und dass Du genau der richtige Kandidat für die Stelle bist. Verzichte daher auf leere Floskeln und erstelle ein individuelles Anschreiben für jede Stelle.

Dein Anschreiben sollte dabei möglichst faktenorientiert sein und Deine Fähigkeiten anhand von konkreten Beispielen darstellen. Dabei geht es nicht darum, einfach den Lebenslauf auszuformulieren oder die Fähigkeiten aus der Stellenausschreibung wiederzugeben, sondern ein Schreiben mit einer klaren Argumentationsstruktur und einem roten Faden zu verfassen, aus dem hervorgeht, warum Du für die Stelle geeignet bist. Fällt Dir dies schwer, kann es sinnvoll sein, die Argumentationsstruktur bereits vor dem eigentlichen Schreiben auszuarbeiten.

Überzeugen, nicht überreden...

Vermeide Einstiegssätze wie "mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung gelesen"! Nichts ist uninteressanter als zum zwanzigsten Mal vom großen Interesse der Bewerber zu lesen.

Nach der Begrüßung (und einem Absatz) kannst Du direkt einsteigen, indem Du schon im ersten Satz das stärkste Argument nennst, das dafür spricht, Dir den Job zu geben. Auf diesem starken Einstiegsargument kannst Du dann Dein Anschreiben aufbauen.

Nenne weitere Stationen und Aufgabenbereiche, arbeite Deine Fähigkeiten an konkreten Beispielen heraus. Versuche dabei, möglichst klar und präzise zu formulieren und Deine Aussagen nicht unnötig zu relativieren (verabschiede Dich vom typischen Hausarbeits-Schachtelsätze-Stil und dem beliebten Konjunktiv!). Der Bezug zur Stelle kann dabei ruhig implizit sein, Du musst die Fähigkeiten nicht konkret benennen, vielmehr sollte aus dem, was Du schon gemacht und gelernt hast, klar hervorgehen, was Dich für die Stelle qualifiziert.

Gegen Ende kannst Du auf Deine Motivation für die Stelle eingehen, aber bitte nur, wenn Du wirklich etwas zu sagen hast! Wiederkäuen der Unternehmens-PR ist hier fehl am Platz. Frage Dich stattdessen, wohin Dich der Job persönlich und beruflich bringen könnte und wie dies wiederum dem Unternehmen nutzt (Win-Win-Situation). Formuliere daraus in ein bis zwei Sätzen Deine Motivation.

Verweise zum Schluss auf das Bewerbungsgespräch und relativiere auch hier Deine Aussage nicht durch ein vages "würde". Überprüfe Dein Anschreiben zuletzt noch einmal auf Rechtschreib- und Grammatikfehler.

Foto: complize | photocase.com

Achte auch auf die Formalia!

Allgemeines

  • Das Anschreiben nicht abheften, sondern als erstes Dokument lose in die Bewerbungsmappe einlegen.
  • Umfang: Eine, im Ausnahmefall (!) zwei Seiten.
  • Schriftart: gut leserlich, nicht zu verschnörkelt, Schriftgröße 11-12.
  • Einfache Zeilenumbrüche vermeiden. Besser sind Absätze mit einem Abstand von 6pt.

Briefkopf

  • Absender: rechts oder links oben, Abstand der ersten Zeile zum Rand ca. 2,5 cm. Natürlich kannst Du auch Deinen eigenen Briefkopf entwerfen.
  • Kontaktdaten: Anschrift, Festnetz- und Handynummer, E-Mail-Adresse.
  • Unternehmensanschrift: ca. 2cm unter dem Absender.
  • Neben dem Firmennamen werden auch Abteilung und/oder Ansprechpartner angeben. "An" oder "z.H." werden nicht mehr verwendet.
  • Datum: rechts neben der letzten Zeile der Anschrift oder der 1. Zeile des Absenders.

Außerdem

  • Die Betreffzeile setzt sich vom Text ab und ist auf die Stellenausschreibung bezogen (angestrebte Stelle, evtl. Quelle, Erscheinungsdatum).
  • Wörter wie "Betreff" oder "Bezug" werden nicht mehr verwendet.
  • Persönliche Anrede verwenden, z. B. "Sehr geehrte Frau Mustermann". Wenn kein Ansprechpartner angegeben ist, telefonisch herausfinden.
  • Wichtig ist eine übersichtliche Gliederung in eher kurze Absätze.
  • Die Standardformel "Mit freundlichen Grüßen" wird zum Abschluss des Anschreibens verwendet. Nach dieser Grußformel werden keine Satzzeichen gesetzt!
  • Benutze nur das Wort "Anlage" als Hinweis auf Anlagen. Einzelne Elemente müssen nicht aufgelistet werden.

Dein Lebenslauf

Viele Personaler schauen sich zuerst Deinen Lebenslauf an, bevor sie einen Blick auf Dein Anschreiben werfen! Auch aus ihm muss hervorgehen, dass Du die beste Besetzung für die offene Stelle bist.

Die wichtigste Faustregel ist: Gestalte Deinen Lebenslauf so übersichtlich, dass der Leser das für ihn Wesentliche sofort erfassen kann. Am besten gelingt dies, wenn Du den Lebenslauf in Oberbegriffe unterteilst und diese tabellarisch aufführst. Hier die wesentlichen Bereiche:

  • Persönliches (Name, Anschrift, Geburtsdatum und Geburtsort, Familienstand)
  • Schulausbildung
  • Zivildienst, FSJ und Auslandsaufenthalte
  • Studium
  • Praktika und Nebentätigkeiten
  • Berufsausbildung und Berufserfahrung
  • Sprachkenntnisse
  • EDV-Kenntnisse
  • Interessen

Betone gezielt die für die jeweilige Stelle relevante Stationen und versende keinen "Standard"-Lebenslauf!

Es empfiehlt sich, den Lebenslauf chronologisch rückwärts aufzubauen. Das heißt, das Aktuellste steht oben. Zusätzlich zur reinen Angabe der Stelle kannst Du auch Deine Aufgaben und Tätigkeiten bei Deinen Praxiserfahrungen benennen. Dadurch zeigst Du, was Du bereits gelernt hast.

Podcast: "Krumme" Lebensläufe

Maria Pöhner und Svenja Döbler fragen in dieser Folge nach den Vor- und Nachteilen sowie den Erfahrungen mit "krummen" Lebensläufen. Gesprächspartner dabei sind Roland Braun, Niederlassungsleiter bei von Rundstedt HR Partners und Nicole Höhmann, die sich nach ihrem ersten Job noch mal neu orientiert hat.

Formregeln

Für den Lebenslauf gelten weniger feste Formregeln als für ein Anschreiben. Dennoch gibt es einige Standards:

  • Klebe Dein Foto in die rechte obere Ecke Deines Lebenslaufs. Wenn Du es direkt aufdruckst, muss die Druckqualität top sein!
  • Zeitangaben machst Du in Monat und Jahr (z.B. 05/2011 – 08/2011).
  • Unter den Lebenslauf gehören Datum, Ort und Deine Unterschrift.

Foto: suze | photocase.com

Dein Zeugnis

Zeugnisse dienen dazu, den (positiven) ersten Eindruck von Deinem Anschreiben und Lebenslauf zu bestätigen.

Sofern sie für die angestrebte Stelle relevant sind, sollten folgende Zeugnisse aus den letzten 10 Jahren der Bewerbung beigelegt werden: Schul-/Hochschulzeugnisse, Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse sowie weitere Zeugnisse, die Aufschluss über praktische Erfahrungen geben, wie z.B. Zeugnisse über Praktika, Nebenjobs, Auslandsaufenthalte etc.

Falls Studien- oder Berufsgänge noch nicht abgeschlossen sind, werden Leistungsübersichten, Zwischenprüfungszeugnisse o. ä. beigelegt.

Achte darauf, dass Dein Anhang bei Online-Bewerbungen nicht zu groß sein darf. Dort solltest Du nur die relevanten Zeugnisse anhängen. Weitere Tipps dazu findest Du unten bei "Online-Bewerbung".

 

Wie erkenne ich, ob mein Arbeitszeugnis gut ist?

Dein Zeugnis sollte folgendermaßen aufgebaut sein:

  • Überschrift (Art des Zeugnisses)
  • Einleitung (Personalien, Dauer der Anstellung)
  • Aufgaben (Position, Aufgabenfelder)
  • Beurteilung der Leistung (Arbeitsbereitschaft und-Fähigkeit, Fachwissen, Erfolge, Leistungszusammenfassung)
  • Beurteilung des Verhaltens (gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, ggf. Externen)
  • Schluss (Bedauern, Dankesformel, Grund des Ausscheidens)

Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, Zeugnisse nach ihren Formulierungen zu bewerten. Dies lässt sich beispielhaft an einer möglichen Leistungszusammenfassung zeigen:

  • Note 1: Er/Sie erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.
  • Note 2: Er/Sie erledigte alle Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.
  • Note 3: Er/Sie erledigte alle Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit.
  • Note 4: Er/Sie erledigte alle Aufgaben zu unserer Zufriedenheit.
  • Note 5: Er/Sie erledigte alle Aufgaben insgesamt zu unserer Zufriedenheit.

Wenn Du merkst, dass ein Zeugnis mittelmäßig oder schlecht ausgefallen ist, kannst Du freundlich um eine Überarbeitung bitten. Dies solltest Du am besten sofort tun, denn oft geschehen Formulierungsfehler nicht in böser Absicht, sondern aus Unerfahrenheit und Unwissen.

Foto: Knipsermann | photocase.com

Deine Online-Bewerbung

Bewerbung per E-Mail

Inhaltlich unterscheidet sich die E-Mail-Bewerbung kaum von einer klassischen Bewerbungsmappe. Deine Unterschrift kannst Du bei einer E-Mail-Bewerbung einscannen. Das ist kein Muss, sieht aber bei guter Qualität professionell aus.

Vor der Bewerbung solltest Du herausfinden, ob Online-Bewerbungen bei Deinem Wunsch-Unternehmen üblich sind. Meist reicht dafür ein Blick in die Stellenanzeige oder auf die Unternehmenswebseite. Genau wie bei der klassischen Bewerbung solltest Du eine E-Mail-Bewerbung immer an einen konkreten Ansprechpartner richten und nicht an allgemeine info@-Adressen schicken. Im schlimmsten Fall kommt Deine Bewerbung so nie an. Was Du sonst noch beachten solltest, findest Du hier in Kurzform:

Absender

Verwende für die Bewerbung eine seriöse E-Mail-Adresse und wähle einen Anbieter, der keine Werbung in E-Mails mitschickt.

Format

Sende die Nachricht im reinen Textformat. Wenn Du eine HTML-Formatierung verwenden möchtest, versende die E-Mail so, dass der Verfasser sie auch als Reintext empfangen kann.

Unterlagen

  • Schicke Deine Unterlagen immer als PDF-Datei! Der Vorteil: Deine Bewerbung kommt in der ursprünglichen Formatierung beim Empfänger an. Aus diesem Grund scheiden alle anderen Formate, selbst gängige Word-Dateien, aus!
  • Versende alle Unterlagen (auch das Anschreiben) in einer einzigen Datei. So kann der Empfänger alles mit einem einzigen Klick öffnen und ausdrucken.
  • Dein Anhang sollte nicht größer als 3-5 MB sein. E-Mails mit größerem Datenvolumen bleiben meist im Posteingangsfilter hängen und landen im Spam-Ordner.
  • Verwende daher Dein Foto in einem kleinen Format und komprimiere Dein PDF so weit wie möglich. Schicke zum Beispiel nur relevante Zeugnisse, wie Dein letztes Arbeitszeugnis und akademisches Zeugnis, mit. Wenn keine Arbeitsproben gewünscht werden, dann schicke auch keine mit. Achte stets darauf, dass die Optik nicht darunter leidet!
  • Verwende keine ZIP-Dateien! Das Entpacken bedeutet Mehraufwand und nicht jeder kommt damit klar. Benenne Deine Datei so, dass sie Dir klar zugeordnet werden kann, z.B. "Bewerbung Stefanie Studentin.pdf".

Betreff

Verwende eine aussagekräftige Betreffzeile, die den Empfänger darüber informiert, auf welche Stelle Du Dich bewirbst. Der Betreff sollte nicht zu lang sein, damit er dem Empfänger vollständig angezeigt wird. Leere Betreffzeilen sind tabu!

E-Mail-Anschreiben

  • Viele Unternehmen sehen es nicht gerne, wenn das komplette Anschreiben im eigentlichen E-Mail-Text steht. Besser ist es, wenn Du nur eine Kurzform Deines Anschreibens – zum Beispiel die ersten zwei Absätze – in die E-Mail schreibst. Denn das Anschreiben gehört in den Anhang.
  • Deine Kontaktdaten setzt Du in Form einer Signatur unter den E-Mail-Text.
  • Integriere Dein Foto in Deckblatt oder Lebenslauf und schicke es nicht separat mit.

Weitere Tipps

  • Schicke Dir Deine Bewerbung vorher testweise einmal selbst zu. So kannst Du überprüfen, ob alles so ist, wie Du es gerne hättest.
  • Kontrolliere Deinen E-Mail-Eingang regelmäßig, damit die Antwort des Unternehmens nicht ausversehen im Spam-Ordner landet.
  • Personaler schauen sich Deine Bewerbung in kurzer Zeit an. Achte also darauf, dass sie schnell und angenehm zu lesen ist und dass das Unternehmen schnell auf die wichtigsten Daten zugreifen kann.

Bewerbung per Webformular

Viele Unternehmen nutzen mittlerweile die Möglichkeit, Bewerbungen online per Webformular entgegenzunehmen. Das erleichtert ihnen nicht nur die Arbeit, sondern beschleunigt auch den Bewerbungsprozess. Für Bewerber hat das den Nachteil, dass sie kaum kreative Entfaltungsmöglichkeiten haben. Deshalb ist es wichtig, dass Du bei Deiner Online-Bewerbung per Webformular auf folgende Dinge achtest:

  • Schau Dir das Bewerbungsformular zunächst in Ruhe an. Welche Unterlagen und Informationen brauchst Du für die Bewerbung? Achte darauf, dass Du die benötigten Dateien in elektronischer Form parat hast.
  • Deine Daten werden in die vorgesehenen Felder eingetragen. Achte darauf, dass Du möglichst alle Felder ausfüllst.
  • Oft gibt es Freitextfelder, die Du nicht leer lassen solltest. Hier bekommst Du nämlich die Möglichkeit, Deine Motivation zu begründen und Deine Stärken und Fähigkeiten aufzuführen. Achte dabei auf die Zeichenbegrenzung. Tipp: Schreibe Deinen Text in einem Programm mit Rechtschreibprüfung vor. So kannst Du Flüchtigkeitsfehler vermeiden.

Neben dem Ausfüllen des Formulars, hast Du meistens die Möglichkeit, Dein Anschreiben, Deinen Lebenslauf und Deine Zeugnisse anzufügen. Achte darauf, dass Du die Formate der Dateien einheitlich hältst. Auch hier gilt: vorzugsweise als PDF-Datei und mit einem eindeutigen Namen (z.B. Nachname-Lebenslauf.pdf). Kontrolliere auch, ob Du in den angehängten Dateien die gleichen Kontaktdaten angegeben hast, wie im Formular. Wähle auf jeden Fall eine seriös lautende E-Mail-Adresse aus, damit das Unternehmen Dich leicht zuordnen kann. Prüfe vor dem Absenden Deine Eingaben – vor allem die Kontaktdaten. Sind diese falsch hinterlassen, hat das Unternehmen keine Möglichkeit, Dir eine Rückmeldung zu geben.

Du hast Deine Bewerbung erfolgreich abgeschickt?

Dann vergiss nicht, Deine Online-Bewerbung und die Stellenanzeige auszudrucken. So hast Du die Dokumente parat und bist gut für das Bewerbungsgespräch vorbereitet. Bei den meisten Karriere-Portalen kannst Du Deine Daten einmal angeben und hast auch noch später darauf Zugriff. Prüfe deshalb regelmäßig, ob die Informationen auf dem neuesten Stand sind.

Das Vorstellungsgespräch

Damit Du gute Chancen hast, die Stelle auch zu bekommen, solltest Du Wert auf eine intensive Vorbereitung legen!

Informiere Dich gut über das Unternehmen. Gute Quellen hierfür sind die Unternehmenswebsite und der letzte Geschäftsbericht.

Finde heraus, wie förmlich Umgangsformen und Dresscode in dem Unternehmen sind und passe Dein Aussehen darauf an. Grundsätzlich gilt, dass Dein Outfit gepflegt, aber auf keinen Fall zu sexy oder total overdressed wirken sollte. Auffälliger Schmuck, zerrissene Jeans und intensiv riechendes Parfum sind aber in den wenigsten Branchen angebracht!

Spiel das Gespräch mit Freunden durch! Es geht dabei nicht darum, Antworten auswendig zu lernen, aber der Praxistest hilft Dir, klar strukturierte
Antworten zu geben.

Bringe Deine Bewerbungsunterlagen mit, d.h. die Jobanzeige, eine Kopie Deiner Bewerbung, die Einladung zum Vorstellungsgespräch, Deine Zeugnisse und ggf. den Personalfragebogen.

Foto: bungo | photocase.com

 

Podcast: Das Vorstellungsgespräch (Teil 1)

Sina Schillings, Leiterin der Personalentwicklung bei GREY Worldwide, hat bereits viele Bewerbungsgespräche geführt. Ihre wichtigsten Tipps rund um das Thema Bewerbungsgespräch könnt Ihr Euch nun anhören!

Podcast: Das Vorstellungsgespräch (Teil 2)

Jan Vorderwülbecke, Wortchef des Radiosenders YOU.FM war der Interviewpartner von Daniela Diaz-Rohr, die den Podcast im Rahmen des Praktikumskurses des B. A. Sozialwissenschaften erstellt hat. Er erweitert die Tipps und Tricks rund um das Vorstellungsgespräch und zeigt neue Perspektiven auf!

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch

  • Schildern Sie Ihren Werdegang!
    Kurz, klar, präzise. Betone das, was Dich für die Stelle qualifiziert.
    Ziel der Frage: Wie gut hat sich der Bewerber vorbereitet? Kann er anhand seines Lebenslaufs seine Jobeignung unterstreichen?
  • Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?
    Schleime nicht! Setz Deine Stärken und Ziele in Bezug zum Unternehmen und zur Stelle!
    Ziel der Frage: Der Bewerber ist qualifiziert, aber weiß er seine Stärken auch bei uns einzubringen? Wie groß ist sein Interesse an der Stelle tatsächlich?
  • Warum möchten Sie für uns arbeiten?
    Lege Deine Qualifikationen dar und bringe sie in Bezug zur Stelle.
    Ziel der Frage: Hat der Bewerber sich über unser Unternehmen informiert? Passt er in unser Unternehmen?
  • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
    Keine stichpunktartige Auflistung von Stärken. Untermauere gezielt einzelne Stärken mit Beispielen. Bleibe realistisch.
    Ziel der Frage: Schätzt der Bewerber sich realistisch ein?
  • Wo liegen Ihre Schwächen?
    Erzähle von kleinen Schwächen und davon, wie Du an ihnen arbeitest. Gib keine angeblichen Schwächen wie Ungeduld oder Perfektionismus an, die eigentlich Stärken sind. Der Personaler kennt das aus Bewerberratgebern und fühlt sich für dumm verkauft.
    Ziel der Frage: Wie reagiert der Bewerber auf diese Frage? (Eine völlig ehrliche und offene Antwort erwartet hier niemand) Wie geht der Bewerber mit Schwächen um?
  • Wie ist Ihre Gehaltsvorstellung?
    Vorbereitung ist alles. Erkundige Dich vorher über branchenübliche Gehälter. Gib eine (nie zu große!) Gehaltsspanne an.
    Ziel der Frage: Kommt der Bewerber überhaupt für uns in Frage? Überschätzt er sich oder bleibt er realistisch?
  • Haben Sie sich noch bei anderen Unternehmen beworben?
    Mach klar, dass Du gezielt suchst und Dich nicht beliebig bewirbst. Nenne keine Namen. Hast Du ein zweites Angebot mit Entscheidungsfrist, solltest Du das mit dem Personaler besprechen.
    Ziel der Frage: Ist der Bewerber gezielt oder verzweifelt auf der Suche? Gibt es Konkurrenz? Sollten wir uns schnell um den Bewerber bemühen?
  • Haben Sie Fragen?
    Formuliere Fragen schon vor dem Gespräch. Mach Dir während des Gesprächs weitere Notizen. Beispielfragen findest Du weiter unten…
    Ziel der Frage: Wie gut ist der Bewerber informiert? Wie groß ist sein Interesse am Unternehmen?

 

Sonderfälle…

Auf die oben genannten Fragen solltest Du immer Rede und Antwort stehen. Einige Fragen sind jedoch nicht zulässig. Dazu gehören Fragen nach

  • Familienplanung, Schwangerschaft
  • Beruf des Partners und der Eltern
  • Zugehörigkeit zu Religion, Gewerkschaft, Partei oder Vereinen

Fragen zu Vorstrafen, Krankheiten oder Behinderungen musst Du nur beantworten, wenn sie für die entsprechende Stelle relevant sind.

 

Fragen stellen

Tipp: Denke daran, dass es nicht nur darum geht, ob Du einem Arbeitgeber gefällst, sondern prüfe im Voraus auch, ob der Job und das Arbeitsumfeld etwas für Dich sind!

Bevor Du Fragen stellst, kannst Du ein kurzes Resümee des Gesprächs ziehen. Anschließend ist es an der Zeit, Einzelheiten rund um den Job zu erfragen. Fragen nach Gehalt, Arbeitszeiten, Urlaub und sonstigen Leistungen gehören nicht hierher, sondern in die Vertragsverhandlungen (oder ganz ans Ende des Gesprächs), sonst gewinnt der Personaler schnell den Eindruck, dass es Dir nur um die Rahmenbedingungen geht.

Vor der Verabschiedung solltest Du ggf. klären, wann Du von dem Unternehmen hören wirst. Bedanke Dich anschließend für das Gespräch!