Berufsfeld Bildungsarbeit: Lehre

Deine Möglichkeiten in der Lehre

In der Bildungsarbeit im Bereich der Lehre gibt es für dich die Möglichkeit, einen Quereinstieg in den Beruf des Lehrers zu wählen, oder aber auch den Weg in die Erwachsenenbildung oder in das Bildungsmanagement einzuschlagen. Diese beiden Möglichkeiten wollen wir dir im Folgenden vorstellen.

Quereinstieg in den Lehrerberuf

Wenn du beispielsweise nach deinem Germanistik- oder Geschichtsstudium doch noch in der Lehre, z.B. als Lehrer an Schulen tätig sein möchtest, bietet sich dir die Möglichkeit eines Quereinstiegs in den Lehrerberuf. In so einem Fall ist die Berufsschule die am häufigsten gewählte und auch typischste Schulform. Jedoch hast du auch die Möglichkeit, eine andere Schulform zu wählen und zum Beispiel auf einem Gymnasium oder einer Gesamtschule zu unterrichten. Dein fehlendes pädagogisches Wissen kannst du dir durch Seminare und Workshops während der Arbeit aneignen. So musst du eine 2-jährige berufsbegleitende Ausbildung absolvieren. Das fehlende Referendariat kannst du durch die Unterrichtspraxis in den ersten Jahren ersetzen. Die Ausbildung schließt du mit einer Staatsprüfung ab und erwirbst dadurch die Lehrerbefähigung. Allerdings musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit ein Quereinstieg in den Lehrerberuf möglich ist. Zum einen benötigst du einen Nachweis, dass du nach deinem Studium bereits mindestens 2 Jahre mit einem minderjährigen Kind gearbeitet hast bzw. ein Kind betreut hast. Darüber hinaus sind Deutschkenntnisse und der Abschluss eines Studiums in den ausgeschriebenen Fächern wichtig.

Erwachsenenbildung

Als Geisteswissenschaftler in der Lehre kommst du ebenfalls für den Bereich der Erwachsenenbildung in der Bildungsarbeit in Frage. Als Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung vermittelst du deine Fachkenntnisse an Erwachsene. Das bedeutet, du erteilst Unterricht, entwickelst Unterrichtskonzepte, erstellst Unterrichtsmaterialien und testest neue Lehr- sowie Lernmethoden. Wenn beispielsweise Wochenendseminare anstehen, bist du für die Organisation der Abendprogramme zuständig.

Im Bereich der Erwachsenenbildung hast du auch die Möglichkeit, eine Bildungseinrichtung oder einzelne Fachbereiche einer Bildungsstätte zu leiten. Als Leiter einer Bildungsstätte ist es deine Aufgabe, den nötigen Bildungsbedarf zu ermitteln, Veranstaltungsprogramme sowie Kursprogramme zu bestimmen, neues Lehrpersonal anzuleiten, zu betreuen und deren Vergütungen auszuhandeln. Darüber hinaus vertrittst du die Einrichtung in der Öffentlichkeit. Die Aufgabenfelder sind also breitgefächert: Du übernimmst Tätigkeiten aus dem Bereich Management, Programmplanung, Lehre, Öffentlichkeitsarbeit/ Marketing, Beratung und Verwaltung.

Einer der Voraussetzungen, um in der Erwachsenenbildung zu arbeiten, sind methodisch-didaktische Kenntnisse. Diese kannst du entweder während deines Studiums durch fakultätsübergreifende Kurse erwerben, oder aber nach dem Studium durch Workshops oder Seminare nachholen. Der Einstieg in die Erwachsenenbildung erfolgt oft durch erste Praktika in einer der möglichen Instituten. Zu diesen Instituten zählen unter anderem Volkshochschulen, Betriebe und Unternehmen und staatliche Weiterbildungseinrichtungen, wie z.B. die Lehrerbildung, Fernlehrinstitute und Hochschulen.

Bildungsmanager

Als Bildungsmanager in der Bildungsarbeit bist du für die Planung und Organisation der Ausbildungen sowie Weiterbildungen in Bildungseinrichtungen zuständig. Du erstellst Bildungsangebote und Bildungsprogramme. Dazu gehört, dass du das Bildungsangebot konzipierst (z.B. Studiengänge oder Ausbildungen), diese Bildungsveranstaltungen zielgruppengerecht planst und eine passende Unterrichtsform wählst. Du wählst das Lehrmaterial aus, planst das Lehrpersonal ein und bist der Ansprechpartner sowohl für die Lehrenden, als auch für die Teilnehmer der Veranstaltung. Auch das Management von Bildungseinrichtungen fällt in den Aufgabenbereich eines Bildungsmanagers. Das bedeutet, dass du für die Planung von Personaleinsatz verantwortlich bist und die Bildungsangebote vermarktest. Im Schulmanagement initiierst du Schulentwicklungsprozesse in den Bereichen der Organisations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung. Du steuerst diese Prozesse, bewertest sie und versuchst, sie zu optimieren. Darüber hinaus recherchiert der Bildungsmanager/die Bildungsmanagerin neue Markttrends und berät die Geschäftsführung über neue Bildungs- und Wissensmanagementstrategien und setzt diese in Maßnahmen um. Dabei steht auch die Zusammenarbeit mit externen Bildungseinrichtungen im Mittelpunkt. Mit diesen entwickelst du Konzepte, um zum Beispiel den Wissensfluss in einem Unternehmen zu optimieren. Im Bereich der wissenschaftlichen Forschung und Lehre wirkst du als Bildungsmanager ebenfalls mit. Du bereitest Seminare und Vorlesungen vor, hältst diese und verfasst Forschungsberichte.

Wie du siehst, kannst du als Geisteswissenschaftler auch in der Lehre tätig sein und noch nachträglich in den Lehrerberuf einsteigen. Möchtest du lieber in die Beratung? Dann informiere dich hier über deine Möglichkeiten als Geisteswissenschaftler in der Beratung.

 

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