Anschreiben Hauptteil

Das perfekte Anschreiben: So verfasst du deinen Hauptteil

Nachdem du nun die Einleitung deines Anschreibens verfasst hast, kommt der Hauptteil, in dem du dich deinem Arbeitgeber vorstellst und dich vermarkest. Anschließend kommen noch der Schlussteil sowie die Grußformel, welche du nicht vergessen solltest.

Hauptteil:

Im Hauptteil deines Anschreibens geht es um dein Eigenmarketing und die Darstellung deiner sozialen Kompetenzen. Was sind Deine Stärken? Welche Erfahrungen hast du bereits gesammelt? Was hast du dort gelernt oder welche Aufgaben hast du übernommen?

Konzentriere dich dabei auch auf deine Soft Skills. Heutzutage legen Personaler nicht mehr nur großen Wert auf deine Hard Skills, sondern auch auf das, was dich als Person auszeichnet.

Wir sind bereits bei den Tipps zur Einleitung des Anschreibens auf das Vermeiden von Floskeln eingegangen. Das Gleiche gilt natürlich auch hier. Sätze wie:

  • „Ich bin teamfähig“
  • „Ich bin motiviert“
  • „Ich bin ein Kommunikationstalent“ etc.

kann jeder schreiben. Dein Anschreiben sollte also möglichst faktenorientiert sein und deine Fähigkeiten anhand von konkreten Beispielen darstellen. Also versuche, diese Eigenschaften zu beweisen und mit konkreten Situationen zu untermauern. Erwähne beispielsweise ein Projekt aus der Uni oder dem Job, das zeigt, dass du diese Eigenschaften hast. Wichtig ist hier stets, dass die Fähigkeiten und Talente etwas mit der ausgeschriebenen Stelle zu tun haben. Gehe also auch auf die Anforderungen ein, die in der Stellenausschreibung stehen. Es gilt: Klasse statt Masse.

Dabei geht es nicht darum, einfach den Lebenslauf auszuformulieren oder die Fähigkeiten aus der Stellenausschreibung wiederzugeben, sondern ein Schreiben mit einer klaren Argumentationsstruktur und einem roten Faden zu verfassen. Aus diesem soll hervorgehen, was deine Motivation ist und warum du für die Stelle geeignet bist. Fällt dir dies schwer, kann es sinnvoll sein, die Argumentationsstruktur bereits vor dem eigentlichen Schreiben auszuarbeiten. Solltest du Lücken im Lebenslauf haben, dann kannst du diese im Anschreiben kurz (!) erklären.

Versuche dabei, möglichst klar und präzise zu formulieren und deine Aussagen nicht unnötig zu relativieren (verabschiede dich vom typischen Hausarbeits-Schachtelsätze-Stil und dem beliebten Konjunktiv!). Der Bezug zur Stelle kann dabei ruhig implizit sein, du musst die Fähigkeiten nicht konkret benennen, vielmehr sollte aus dem, was du schon gemacht und gelernt hast, klar hervorgehen, was dich für die Stelle qualifiziert.

In einer Bewerbung geht es schließlich darum, für sich zu werben. Du bietest Kompetenz und Engagement – zeige das auch in deiner Bewerbung. Auch Storytelling ist möglich!

Unternehmensbezug:

Im nächsten Abschnitt ist wichtig, dass du erklärst, warum du der Beste für den Job bist und subtil zeigst, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast. Es ist natürlich nicht nur wichtig, dass du einen Bezug zwischen deinem Werdegang und dem angestrebten Job herstellst, sondern auch den Mehrwert für das Unternehmen erläuterst. Wiederkäuen der Unternehmens-PR ist hier aber fehl am Platz. Frage dich stattdessen, wohin dich der Job persönlich und beruflich bringen könnte und wie dies wiederum dem Unternehmen nutzt (Win-Win-Situation). Formuliere daraus in ein bis zwei Sätzen deine Motivation.

In der Regel haben Personaler nicht so viel Zeit und möchten direkt überzeugt werden. Bisher erzielte Erfolge sind ein guter Messfaktor für deine Qualifikation.

Schlussteil:

Zum Schluss solltest du dich für das Interesse bedanken. Manche Unternehmen schreiben bereits in der Bewerbung, dass Gehaltsvorstellungen genannt werden sollen. Wenn das der Fall ist, dann solltest du das an dieser Stelle machen. Außerdem kann die Information, welcher der frühestmögliche Eintrittstermin wäre, am Ende des Anschreibens erläutert werden. Und nicht vergessen: Betone, dass du dich auf das Vorstellungsgespräch freust.

Übrigens, es ist ein psychologischer Trick, explizit zu sagen, dass du dich auf das Vorstellungsgespräch freust. Du denkst dir vielleicht: Aber ich weiß doch noch gar nicht, ob das Unternehmen mich einlädt. Wir sagen dir: Wenn du es so schreibst, dann ist auch der Personaler schneller davon überzeugt, dass er dich einladen sollte. Also: Sei selbstbewusst und verkaufe dich nicht unter Wert.

Überprüfe dein Anschreiben zum Schluss noch einmal auf folgende Dinge: Benutze keinen Konjunktiv (würde, könnte, wäre…) – das wirkt abschwächend (und immerhin bist du ja überzeugt von dir). Mache einen Wunsch daraus, nicht eine Möglichkeit. Auch gilt an dieser Stelle, dein Anschreiben noch einmal auf Rechtschreib- und Grammatikfehler zu überprüfen.

Grußformel: Die Standardformel „Mit freundlichen Grüßen“ wird zum Abschluss des Anschreibens verwendet. Nach dieser Grußformel werden keine Satzzeichen gesetzt.

Unterschrift: Am Ende des Anschreibens kommt deine Unterschrift hin. Solltest du deine Bewerbung digital einsenden, also als E-Mail oder über ein Bewerbungsformular, dann solltest du deine Unterschrift einscannen. Übrigens: Zur digitalen Sendung haben wir hier ein paar wichtige Hinweise: https://campusrookies.de/blog/beispiel-seite/vor-dem-absenden/

Je nachdem, wofür man sich bewirbt: Das Anschreiben kann auch kreativ sein.

Wenn dein Anschreiben fertig verfasst ist, überprüfe noch die Formalitäten deines Anschreibens!

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