Drittes Geschlecht in Stellenanzeigen – Was sollte man und was muss man beachten?

Das dritte Geschlecht ist in Deutschland zwar noch ein recht aktuelles, aber auch kontrovers diskutiertes Thema. Arbeitgeber sollten dennoch gut informiert sein, was bei Stellenanzeigen, Bewerbungen usw. alles zu beachten ist, um negative rechtliche Konsequenzen abzuwenden. Die beiden wichtigsten Aspekte sind:

 

1. M/W/D? W/M/D?

Stellenanzeigen sollten folgendermaßen formuliert sein:

 

gesuchte Tätigkeit(m/w/divers, m/w/d, m/w/inter, oder m/w/i)

 

Welche der vielen Optionen für die Geschlechterabkürzungen dabei verwendet werden, ist irrelevant, nur sollte man sich auf eine festlegen und diese stringent in weiteren Stellenanzeigen fortsetzen.

Die Reihenfolge der Geschlechterbuchstaben kann auch geändert werden und muss nicht zwingend mit m beginnen. Für eine fehlende Bezeichnung des dritten Geschlechts können Arbeitgeber unter Umständen eine Klage wegen Diskriminierung erhalten, falls sich Betroffene von der Formulierung der Stellenanzeige ausgegrenzt fühlen.

 

2. Neutralität

 

Die richtige Wortwahl zu treffen, ist heutzutage besonders wichtig, um Professionalität zu beweisen. Standardfloskeln wie „Sehr geehrte/ Sehr geehrter“ können weggelassen werden und sollten auch bei Antworten auf Bewerbungen oder Bewerbungsportalen angepasst werden. Ebenfalls sollten in Bewerbungsportalen Anreden wie „Herr“ und „Frau“ keine Pflichtoption darstellen, sondern auch freigelassen werden können oder im besten Fall ganz wegfallen.

Falls im Job eine gewisse Arbeitskleidung gewünscht ist, die typische Zuschreibungen des männlichen oder weiblichen Geschlechts fordern (Röcke, Kostüme, Anzüge usw.), sollte ebenfalls eine geschlechtsneutrale Alternative angeboten und diese auch benannt werden.

Am Ende einer Stellenanzeige erwähnen einige Arbeitgeber, dass Charakteristika wie Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität usw. in der Entscheidung für die Besetzung der Stellen keine Relevanz haben. Solche Formulierungen werten eine Stellenanzeige auf und können durchaus verwendet werden, sind jedoch kein Muss!

 

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